Mit dieser GET_RELATION können Sie mit einem angebundenen WWCC auf dem entfernten Client- Rechner Kommunikationsaktionen ausführen.
Sie haben dabei die Möglichkeit, jeweils Sende- oder Empfangsaktionen als Einzel- oder Serveraktionen zu steuern.
Als Kommunikationstechniken stehen Ihnen
- NAMED PIPES und
- SERIAL COMPORT
zur Verfügung.
Kurze Erklärung zu den Kommunikationstechnicken
NAMED PIPES
Dies ist ein Standard-Protokoll, das sogar Kommunikationen über Rechnergrenzen hinweg erlaubt. Eine Pipe wird mit einen Standardnamen auf einem Rechner bereit gestellt und kann von anderen Programmen angesprochen werden.
Eine Pipe hat dabei im einfachsten Fall folgenden Aufbau
\\.\pipe\PIPENAME
Wobei Sie nur den PIPENAME angeben müssen, wobei dieser aus einfachen Zeichen ohne Umlaute und Sonderzeichen bestehen sollte.
Bei Kommunikation über Rechnergrenzen hinweg haben Sie die Möglichkeit, mit dem Parameter Portbeschreibung einen Rechnernamen anzugeben, mit dem die Verbindung aufgebaut werden soll.
Der gesamte PIPE-Name wird dann vom WWC wie folgt erstellt:
\\REMOTECOMPUTERNAME\pipe\PIPENAME
Serial Kommunikation
Mit dieser Kommunikationstechnik können Sie direkt auf Serial/USB-Ports des WW Client-Rechner zugreifen.
Hierbei ist es wichtig, dass neben dem Port-Namen (COM1…) auch weitere Schnittstellenparameter angegeben werden.
Mit diesen Zusatzparametern wird die Schnittstelle vor dem Zugriff konfiguriert.
GET_RELATION[4020!StartServer!SendReceive!ComArt!Port!PortParam!MsgTrenner!MinMaxLen!WFLReceiver!SendDaten]
Beschreibung:
Öffne auf dem WWC einen Port(ComPort/NamedPipe) und sende/empfange Daten.
Bei Start-Server bleibt die Verbindung offen. Bei Send-Servern werden eingehende Meldungen an den WFLReceiver gemeldet.
Beschreibung der Parameter:
StartServer J/N
N=Port wird nach Aktion geschlossen.
J=Es wird ein Server gestartet der mit GET_RELATION[4021..] weitere Aktionen erhält
Send/Receive S/R
Angabe ob gesendet oder empfangen werden soll.
S=Sende Daten
R=Receiver = Empfange Daten
KommunikationsArt P/C
Festlegung der Kommunikationsart
P=Named Pipe Verbindung verwenden
C=ComPort
PORT
Name für den Kommunikationsport.
Bei Pipe: Angabe eines Pipe-Namens ohne Angabe von Zusatzdaten.
Bei Serial Communication ComPort: Angabe des Ports COM1
PortParameter
Hier müssen/können weitere Konfigurationsparameter, abhängig von der verwendeten Kommunikationsart vorgegeben werden.
Bei Pipes: Optional Angabe RemoteComputername
BeiComPort :SchnittstellenbeschreibunggetrenntmitDoppelpunkt.Baudrate:Bitanzahl:Parität:Stopbit
Baudrate ▶ Schnittstellengeschwindikeit 19200
Bitanzahl ▶ Anzahl Bit’s Default ist 7
Parität ▶ E:Even/Gleich, O:Odd, N:No Parity, M: MarkParity
Stopbit ▶ StopBit: Anzahl Stopbit’s Default 1
Meldungstrenner
Angabe von mehreren Zeichen als Ascii-Zeichenwert, die als Trenner von Meldungen verwendet werden.
Bei Mehrfachangabe Trennung durch Doppelpunkt.
Angabe eines Trenner der bei „Send“ am Ende der Meldungen angefügt wird.
Beim Empfangen wird der Datenstrom anhand des Trenners in einzelne Meldungen aufgeteilt.
Die Trenner werden dabei als Ascii-Zahl angegeben, zum Beispiel Zeilenwechsel = 13:10
MinMaxMsgLen
Angabe der Mindest- und Maximallänge für Meldungen getrennt mit Doppelpunkt.
WFLReceiver
Angabe eins Workflows, der bei eingehenden Meldungen aufgerufen wird.
SendDaten
Daten, die im Sendemodus übergeben werden sollen.
Wie werden Daten die Empfangen werden an die Anwendung (WWA.exe) übergeben ?
Haben Sie eine Receive-Kommunikation (Empfangen) definiert, so werden die eingehenden Datensätze wie folgt verarbeitet:
Neben Angabe der Empfangs-Funktion müssen Sie noch einen WFLReceiver, also einen Workflow-Namen angeben, der bei eingehenden Daten aufgerufen wird.
Hier wird genauso wie bei den WWC Importdefinitionen gearbeitet. Jeder Datensatz der eingeht, wird in eine individuelle temporäre Datei geschrieben und daraufhin der angegebene WFLReceiver mit der Kennung WWCOMI und den Parametern Pipe-Name und Datei-Nummer für Zugriff mit der GET_RELATION[4012..].
Beispiel für den Aufruf einer Eingangsmeldung:
GET_RELATION[4012!TESTPIPE!1!]